5 Hacks, wie du deine Nähmaschine zum laufen bekommst

Meine 5 Hacks, wie du deine Nähmaschine zum laufen bekommst

Endlich hast du dich überwunden! Deine Nähmaschine verstaubt seit Ewigkeiten im Schrank - doch nun willst du deinen neu gekauften Stoff vernähen und dir einen lässigen Loop-Schal nähen. 

Und was ist passiert? Die Nähmaschine läuft nicht! Der Faden reißt andauernd, der Stoff wird nicht richtig transportiert und überhaupt läuft gar nichts so, wie du es dir vorgestellt hast :-(. Nicht schon wieder - das hast du ehrlich gesagt schon befürchtet .-(. Und im Nu ist deine gute Laune wieder dahin...

Doch Stopp! Das muss nicht sein - mit meinen 5 Hacks, zeige ich dir, wie du deine Nähmaschine ganz fix zum laufen bekommst. Und wenn du nicht lesen magst - "Meine 5 Hacks für deine Nähmaschine" findest du als Video auch am Ende dieses Blogartikels :-).  

  1. Nähe ein paar Runden auf Papier 
  2. Tu deiner Nähmaschine was Gutes - Nähmaschine öle
  3. Tausche die Nähmaschinen-Nadel
  4. Kaufe Qualitätsgarn
  5. Verwende die richtigen Spulen
5 Hacks, wie du deine Nähmaschine zum laufen bekommst

Hack Nr. 1: Nähe ein paar Runden auf Papier

Deine Nähmaschine ist ein feinmechanisches Wunderwerk und ziemlich sensibel. Lange ungenutzt "Rumstehen" bekommt ihr nicht gut - der normale Hausstaub und Feinmechaniker-Öl mögen sich gar nicht. Um die Maschine zum laufen zu bekommen, nähe als erstes ein Paar Runden auf Papier.

Das ist ganz einfach! Du brauchst nicht mal den Faden einfädeln. Nähe mit dem Geradstich mehrere Reihen auf dem Papier ohne das Papier zu ziehen oder zu schieben.

Du wirst sehen, am Anfang läuft die Nähmaschine evt. noch etwas laut und "rattert" über das Papier. Aber das gibt sich mit der Zeit - das fest gewordene Öl wird wieder weich und die "eingerostete" Mechanik wird geschmiert.

Hack Nr. 2: Nähmaschine ölen

Keine Angst - du musst dafür nicht zum Nähmahmaschinen-Händler gehen! Das kannst du selbst erledigen :-). 

Wie schon gesagt, durch das lange rumstehen, wird die Nähmaschine oft schwergängig und "rattert" laut bei den ersten Stichen.

Schenke deiner Nähmaschine eine kleine Wellness-Behandlung und öle die bewegliche Nadelstange an deiner Nähmaschine. Nimm dir dazu ein Wattestäbchen zur Hand oder tropfe ein-zwei Tropfen Nähmaschinen-Öl auf deinen Zeigefinger. 

Fahre damit an der Nadelstange hoch unter runter - nähe danach ein paar Stiche auf Papier. Damit kann sich das Öl gut verteilen und evt. zu viel Öl landet auf dem Papier und nicht auf deinem Stoff.

Hier noch ein Tipp von mir:  Benutze auf jeden Fall das mit der Maschine mitgelieferte Nähmaschinen-Öl, nimm auf keinen Fall Speiseöl oder ähnliches. Sollte deine Maschine schon älter sein oder seit sehr langer Zeit nicht benutzt worden sein, ist es sinnvoll ein neues Kännchen Nähmaschinen-Öl zu kaufen. Du bekommst das bei deinem lokalen Stoffhändler bzw. im Nähmaschinen-Fachhandel.

Nähmaschine einfach selber ölen

Hack Nr. 3: Tausche die Nähmaschinen-Nadel 

Ein alter Trick mit großer Wirkung :-). Die Nähmaschinen sind herstellerseitig oft mit dicken Nähmaschinen-Nadeln ausgerüstet (Nadelstärke 90 oder mehr). Diese hohe Nadelstärke ist gerade am Anfang nicht notwendig - wenn die Nadel dazu noch stumpf ist, hast du einfach keine Freude am Nähen.

Kaufe dir ein Päcken dünne Nähmaschinen-Nadeln beim lokalen Nähmaschinen-Händler - ich empfehle dir Universal-Nadeln mit einer Nadelstärke von 60 oder 70. Das Päckchen mit 5 Nadeln kostet um die 5 Euro. Das brauchst du sowieso für deine nächsten Nähprojekte.

Tausche die Nähmaschinen-Nadel an deiner Nähmaschine aus, fädele Ober- und Unterfaden ein und probiere gleich eine erste Naht auf einer Stoffprobe aus.

Hack Nr. 4: Kaufe Qualitätsgarn aus Polyester

Ich weiß, dein Mann oder Freund hat es gemeint und dir gleich eine ganze Kassette Nähgarn in vielen bunten Farben inklusive der passenden Spulen beim Discounter gekauft. Das ist prinzipiell sehr schön - für den Anfang würde ich dir allerdings von diesem Garn (und den Spulen) abraten...

Evtl. hast du es auch schon selbst feststellen müssen: Der Faden reißt andauernd oder die Stiche sind unregelmäßig. Das liegt nicht an dir - oftmals ist das Garn von minderwertiger Qualität. Günstiges Nähgarn ist oft rauer und ungleichmäßiger - das mögen sensible Nähmaschinen gar nicht!

Kaufe dir ein-zwei Röllchen Marken-Nähgarn aus Polyester in deinen Lieblings-Farben - das kostet dich um die 8 Euro. Polyester-Garn von Markenherstellern ist eine Wohltat für deine Nähmaschine und deine Nerven! Probiere es aus!

Und noch ein Tipp von mir: Auch wenn dir deine Oma ihre seit lang gehüteten Nähzutaten-Schätze überlassen hat - nutze das Garn nicht unbedingt für deine ersten Näherfahrungen. Früher waren Nähgarne oft aus Baumwolle - diese wird mit der Zeit brüchig und reißt ebenfalls schneller. Für Näharbeiten mit der Hand, kannst du das Garn aber noch gut verwenden :-).

Qualitätsgarne von Gütermann

Hack Nr. 5: Nimm ausschließlich Spulen vom Nähmaschinen-Hersteller

Ich hatte ja gerade schon die Geschenk-Packung mit Garnrollen und fertig aufgespulten Unterfaden-Spulen angesprochen... Auch wenn es lieb gemeint ist, für ein gutes Näh-Erlebnis und Näh-Ergebnis, verwende ausschließlich die vom Hersteller mitgelieferten Spulen.

Auch wenn die Spulen auf den ersten Blick alle gleich aussehen, sind die Spulen von Hersteller zu Hersteller marginal unterschiedlich und diese kleinen Unterschiede können große Auswirkungen haben! Eine Nähmaschine ist ein feinmechanisches System - kleinste Abweichungen können unerwünschte  Konsequenzen (sprich: Fadenreißen, unregelmäßige Stiche, Nadelbruch etc.) haben. 

Die passenden Spulen für deine Nähmaschine kannst du entweder beim lokalen Nähmaschinen-Händler oder direkt beim Hersteller kaufen.

Nähmaschinen-Spulen vom Hersteller

Geschafft: Jetzt ist deine Nähmaschine fit!

Hast du alles erledigt? Wenn ja, ist es jetzt an der Zeit Ober- und Unterfaden einzufädeln und die ersten Stiche auf einer Stoffprobe zu machen.

Ich empfehle dir als erstes mit einem Geradstich mit einer Stichlänge von 2,5 zu nähen. Nähe ein paar Nähte auf einem Stoffrest und schaue dir die Nähte an. Sind Ober- und Unterfaden schön gleichmäßig und läuft die Maschine ruhig, ist sie bereit für deinen ersten selbstgenähten Loop-Schal!

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nähen :-). Noch mehr Tipps & Tricks rund ums Nähen zeige ich dir natürlich in unserem "selbstgenäht! Der Online-Nähkurs für Anfänger". Komm gerne auf unsere Warteliste - ich informiere dich, wenn unser Kurs startet!


2 Kommentare


  • Christa

    Vielen Dank für die Tipps ,funktioniert super!


  • Tine

    Danke für diese Tipps. Ich werde sie ausprobieren. :)


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