Mit dem Nähen anfangen: 6 Tipps die dich motivieren

Mit Nähen anfangen: 6 Tipps, die dich motivieren, loszulegen

Du hast dir ja fest vorgenommen, dich endlich an die Nähmaschine zu trauen, aber irgendwie kommt doch immer das Leben dazwischen: Der Berg Wäsche, der wächst und wächst, die Kinder im Homeschooling, die dich brauchen, das Mittagessen, das sich nicht von alleine kocht.

Und trotzdem garantiere ich dir: Mit meinen 6 Motivations-Boostern bekommst du garantiert die Näh-Kurve und wirst feststellen, wie gut es sich anfühlt, sich eine kreative Auszeit zu nehmen. Ganz nebenbei haust du deinen kompletten Freundeskreis mit deinen selbst genähten Geschenken vom Hocker :-).

Mit Nähen anfangen: 6 Tipps, um endlich loszulegen

Tipp 1: Einfaches Projekt, schnelle Erfolge

Wenn du dich ohnehin schon überwinden musst, mit dem Nähen anzufangen, denk dran, dir eine möglichst unkomplizierte Anleitung auszusuchen, die du als Anfänger gut verstehst. Frei nach dem Motto: Einfache Projekte führen zu schnellem Erfolg! Und so ein Erfolgserlebnis motiviert dich zusätzlich, dranzubleiben und nicht schnell wieder das Handtuch zu werfen. Außerdem lernst du bei schlichten Werken alle wichtigen Basics, die du später immer wieder brauchen wirst.

Ein erstes leichtes Projekt könnte zum Beispiel ein Loop-Schal sein. Der Vorteil: Für dieses Accessoires braucht du nur 50cm Stoff, den du Zuhause bestimmt schon rumliegen hast. Noch dazu ist der Loop in weniger als 1 Stunde fertig genäht und einsatzbereit.

Du hast also im Handumdrehen ein schönes und praktisches Teil - entweder nur für dich oder als Mitbringsel oder kleine Aufmerksamkeit für deine Freunde. 

In unserem gratis Minikurs „Dein erster selbstgenähter Loop“ zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deinen ersten Loop-Schal selber nähen kannst. 

Tipp  2: Dein absoluter Lieblings-Stoff 

Der Motivationsschub schlechthin: ein toller Stoff! Du wirst sehen, du bekommst megagute Laune, wenn du zwischen all den verschiedenen Farben und Mustern den Stoff entdeckst, in den du dich prompt schock-verliebst. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob du in den Regalen eines Stoffladens stöberst oder dich online durch das riesige Angebot klickst. Sobald du deinen Lieblingsstoff zu Hause hast, wirst du es kaum erwarten können, dich an die Nähmaschine zu setzen und etwas Schönes draus zu zaubern. 

Tipp 3: Du tust dir etwas Gutes 

Kreativität ist ein wahres Multitalent, wenn es darum geht, deiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Bist du regelmäßig kreativ, macht dich das nicht nur gelassener und zufriedener, du kannst auch herrlich dabei entspannen. Negative Gedanken und Sorgen werden Dank deiner kreativen Pause weggepustet. Und als Krönung hält das Arbeiten mit den Händen auch noch deinen Geist fit, weil dabei die Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälfte unterstützt wird.

Vergiss also den Haushalt für eine Weile und leg ein Fitnessprogramm für deinen Kopf ein. Denn eine Auszeit, in der es nur um dich geht, lädt deine Batterien wieder auf und dir geht danach alles viel leichter von der Hand.  

Tipp 4: Von Herzen: Selbstgenähtes verschenken

Um mit dem Nähen anzufangen, kommt hier gleich der nächste Motivations-Schub: Ab sofort sind für dich nämlich alle Standard-Geschenken da draußen offiziell Geschichte! Statt mit dem x-ten Buch oder dem nächsten Gutschein punktest du stattdessen mit einem handgemachten Präsent. Dieses Geschenk gibt es kein zweites Mal und du kannst es sogar bis ins kleinste Detail auf das Geburtstagskind abstimmen.

Deine beste Freundin bekommt zum Beispiel eine Auswahl an Scrunchies (davon kann man schließlich nie genug haben) in ihren Lieblingsfarben. Deine Mama, die schon seit langem malt, überraschst du mit einer praktischen Aufbewahrungs-Rolle für ihre Pinsel. Diese Rolle ist selbstverständlich aus einem Stoff in ihrem Lieblingsmuster genäht und exakt auf die Größe ihrer Pinsel abgestimmt. Ob Pinselrolle oder Haargummis – klar ist, dass du mit deiner Nähmaschine im Handumdrehen selbstgemachte Präsente schaffen kannst, die dich zur Super-Schenkerin machen. 

Tipp 5: Arbeitsschritte schlau einteilen

Mit dem Nähen ist es ein bisschen wie mit dem Kochen: Da gibt es dieses eine Rezept, das du schon immer ausprobieren wolltest. Aber allein der Anblick der Zutatenliste überfordert dich und du hast totalen Respekt vor den vielen Arbeitsschritten.

Ich möchte dich an einen simplen, aber dennoch effektiven Trick erinnern, der dir definitiv den nötigen Mut verleiht, um dich doch ran zu wagen: Stell dir zuerst alle Zutaten in der richtigen Menge bereit. Hast du das erledigt ist es gar nicht mehr weit bis das herrlich duftende Gericht auf dem Tisch steht.

Genau so kannst du auch dein Näh-Projekt angehen: Du teilst die anstehenden Aufgaben auf und kümmerst dich am ersten Tag nur um den Zuschnitt. Am zweiten Tag geht’s direkt an die Nähmaschine. Das erleichtert dir den Anfang enorm und du machst einen Schritt nach dem anderen. Noch dazu kommst du schnell voran und kannst dich beim Zuschnitt gleich um zwei oder drei Projekte kümmern, die dann nur noch zusammengenäht werden müssen. 

Tipp 6: Du machst die Welt ein bisschen besser 

Ob du es glaubst oder nicht: Durch Selbstgenähtes kannst du – zumindest im Kleinen – die Welt ein wenig verändern und besser machen. Das geht viel leichter als du es dir vorstellst.

Alte Kleidung zum Beispiel musst du nicht gleich entsorgen. Aus manchen Teilen lassen sich echte Schätze nähen. Ein ausrangiertes Hemd kann zu einem süßen Kinderkleidchen werden, eine alte Jeans wird zur coolen Tasche umgenäht und damit zu einem treuen Begleiter und aus alten Socken kannst du zuckersüße Kuscheltiere nähen.

Es gibt aber noch eine Menge anderer Möglichkeiten wie du im Alltag nicht nur nachhaltiger leben kannst sondern auch noch Müll vermeidest. Statt immer wieder neue Spültücher und Abschminkpads zu kaufen, kannst du dir deine eigenen nähen. Dafür kannst du alte Handtücher nutzt, die du nicht mehr brauchst oder die fleckig sind.

Fest steht: Setzt du dein Näh-Talent ein, kannst du schon beim Einkaufen Verpackung und damit gleichzeitig Müll einsparen. Mit praktischen Obst- und Gemüsebeutel, die blitzschnell genäht sind, machst du Plastik- und Papiertüten überflüssig. Und noch eine Idee: Du kannst deinen Freundes- und Bekanntenkreis mit deinen nachhaltigen Näh-Werken versorgen. So könnt ihr gemeinsam etwas für die Umwelt tun. Wenn das mal kein überzeugendes Argument ist, mit dem Nähen anzufangen! 

Selbstgenäht! Der Online-Nähkurs für Anfänger

Und nun: Auf die Plätze, fertig, nähen! 

Genug mit der Theorie! Diese sechs Tipps liefern dir hoffentlich überzeugende Argumente inklusive einer extra Portion Motivation, um zur Tat oder besser gesagt zur Nähmaschine zu schreiten.

Sobald sich dir eine Gelegenheit bietet, vergiss das kleine Angsthäschen oder das innere Schweinehündchen in dir. Erinnere dich lieber an diesen Blogbeitrag, schieb alles andere für einen Moment beiseite und setz dich an die Maschine.

Hast du erst einmal dein selbstgenähtes Unikat in der Hand, wirst du vor Stolz platzen und Dank des plötzlich einsetzenden Nähfiebers gar nicht mehr zu bremsen sein – versprochen! 


1 Kommentar


  • Marietta

    Stimmt genau. Ich nähe mit viel Leidenschaft schon von meiner Lehrzeit vor 60 Jahren


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